Preismodelle für Finanzberater und die Macht der „kostenlosen“ Finanzplanung

Im deutschprachigen Raum besteht immer noch die Sichtweise, dass eine „kostenlose“ Finanzplanung nichts wert sein kann. Wenn wir als Berater wirklich möchten, dass die Verbraucher unsere Finanzplanung wertschätzen, so ist landläufig die Meinung vorhanden, dass diese bepreist werden muss.

Im Buch von Autor Chris Anderson „Free: The Future of a Radical Price“ wird zum Ausdruck gebracht, dass die Bündelung von „kostenlosen“ Lösungen mit einem anderen bezahlten Produkt oder einer anderen Dienstleistung ein völlig legitimes Geschäftsmodell ist, und zwar ein in der Praxis sehr gängiges und erfolgreiches.

Kurzfristig scheint sich dieses Phänomen zu verändern, da Finanzdienstleister und Versicherungsgesellschaften beginnen, ihre Lösungen direkt an die Verbraucher zu liefern – verpackt mit einer „freien“ Finanzplanung. Aber vielleicht wird sich das Geschäftsmodell in Zukunft ganz umdrehen, und anstatt die kostenlose Finanzplanung zu verschenken und über Finanzprodukte oder AUM bezahlt zu werden, verschenken die Berater Finanzprodukte und Vermögensverwaltung und werden stattdessen für die Finanzplanung bezahlt, indem sie das Modell der Finanzplanung „Freemium“ um 180 Grad drehen?

Dieser Text bezieht sich auf einen Text von Michael Kitces, der unter folgendem Link abrufbar ist.

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