Jeder dritte Vermittler verdient weniger als 50.000 Euro im Jahr

Auch in der diesjährigen BVK-Strukturanalyse zeigt sich das die Einkommenssituation vieler Versicherungsvermittler unterdurchschnittlich ist. Fast jeder dritte Vermittler verdient weniger als 50.000 Euro pro Jahr vor Steuern, gerade einmal neun Prozent erwirtschaften einen Gewinn von mehr als 200.000 Euro. Der BVK ist der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) und erstellt alle zwei Jahre eine Strukturanalyse.

Ähnliche Studien und Umfragen, z.B. des AfW Bundesverbandes Finanzdienstleistungen kommen zu ähnlichen Ergebnissen. In der Strukturanalyse wurden 2.5000 Vermittler befragt, welche größtenteils zum Lager der gebundenen Vertreter gehören und Einzelkaufleute sind. Sprich der angegebene Gewinn muss noch versteuert werden und aus dem verbliebenen Rest der eigene Lebensunterhalt finanziert werden. Im Kontext zum vorhandenen unternehmerischen Risiko stellt sich die Frage, ob diese adäquat „verzinst“ wird. In der Strukturanalyse stellt sich heraus, dass in den vergangenen zwei Jahren mehr als die Hälfte (56%) der Teilnehmer es nicht geschafft haben eine Gewinnsteigerung zu erwirtschaften. Im Hinblick auf den drohenden Provisionsdeckel von maximal vier Prozent bei Lebensversicherungen dürften hier massive Finanzprobleme bei den Vermittlern auftreten.

Der BVK ist der Auffassung, dass 50.000 Euro die maximale Untergrenze für einen Einzelunternehmer sind, um die zahlreichen Anforderungen und das unternehmerische Risiko zu bewerkstelligen.

Wie kann ein Versicherungsvermittler seinen Gewinn steigern?

Unseres Erachtens nach sollten die Versicherungsvermittler verstärkt um die ganzheitliche Beratung kümmern, denn hier stecken sicherlich zahlreiche Potentiale um den eigenen Gewinn steigern zu können. Dies zum einen durch eine erhöhte Anzahl von X-Selling-Geschäften oder durch das offerieren von honorarpflichtigen Dienstleistungen (Finanzplanung, Controlling, etc.). Wie sehen Sie dies?


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