Interview:Die Vermögensbildungspolitik in Deutschland ist dringend reformbedürftig

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat ein Interview mit Dr. Markus M. Grabka ist Senior Researcher in der Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel im eigenen Institut veröffentlicht.

Herr Grabka, Sie haben untersucht, ob die Vermögensungleichheit in Deutschland weiter zunimmt. Wie groß ist die vielzitierte Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland? 

Die Vermögensungleichheit in Deutschland hat über die letzten zehn Jahre nicht weiter zugenommen, sondern verharrt auf einem im internationalen Vergleich weiterhin hohen Niveau. Wenn man das private Vermögen in der Mitte der Vermögensverteilung zu den oberen zehn Prozent ins Verhältnis setzt, so kann man sagen, dass die am oberen Rand etwa zehnmal so viel Vermögen halten wie diejenigen in der Mitte.

„Um die Vermögensungleichheit zu reduzieren, wird es nicht reichen,
große Vermögen ein wenig zu besteuern. Statt eine Vermögensteuer einzuführen,
sollte besser die Vermögensbildungspolitik neu ausgerichtet werden.“
— Markus M. Grabka —

Die Kurzfakten:

  • Nettovermögen steigen zwischen 2012 und 2017
    um 22 Prozent
  • Insbesondere Immobilien und Betriebsvermögen
    legen an Wert zu
  • Individuelles Nettovermögen in Westdeutschland
    doppelt so hoch wie in Ostdeutschland

Hier geht´s zum vollumfänglichen Interview.

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