Kitces.com: Ein "Coach-Ansatz" zur Überwindung der Untätigkeit bei der Finanzplanung

Manchmal kann es leicht passieren, dass man die Finanzplanung als eine rein logische Branche missversteht, in der es nur darum geht, die Zahlen zu analysieren, Fachwissen hinzuzufügen und dem Kunden dann die erforderlichen Empfehlungen zu geben. Wie jedoch alle Berater in diesem Bereich schnell lernen, sind die persönlichen Finanzen oft persönlicher als die Finanzen selbst. Die emotionale Bindung, die Menschen zu Geld haben, manifestiert sich verständlicherweise auf viele Arten, und herauszufinden, was Kunden von der Finanzplanungsbeziehung erwarten, hängt manchmal davon ab, ob man Kunden dazu bringt, auszudrücken, was und warum Dinge für sie wichtig sind. Kurz gesagt, weil Finanzen etwas sehr Persönliches sind, basiert eine gute Beratung nicht nur auf einer Grundlage von Fachwissen und Empfehlungen, die die Fähigkeiten des Kunden berücksichtigen, sondern auch auf einer emotionalen Verbindung, die es dem Berater ermöglicht, die Gesamtvision des Kunden auf der Grundlage seiner Werte zu erkennen. Durch die Anwendung eines „Coach-Ansatzes“ bei der Finanzplanung konzentrieren sich die Berater darauf, Ratschläge zu erteilen, die der Kunde tatsächlich befolgen wird und die sich an seine sich ändernden finanziellen Umstände und emotionalen Prioritäten anpassen.

Es gibt verschiedene Coaching-Methoden, die Berater nutzen können, um die Ziele ihrer Kunden besser zu visualisieren und zu verstehen, und die sich jeweils auf verschiedene Aspekte konzentrieren, wie Coaches eine bessere Verbindung zu ihren Coachees herstellen können. Das kann von selbstentdeckten Lösungen des Kunden (International Coaching Federation Model) bis hin zu einer eingehenden Untersuchung des Gegenübers reichen, um zu vermeiden, dass er die falschen Ratschläge gibt oder die richtigen Probleme aus den falschen Gründen löst (das Who, How, What Coaching Model). Oder es kann sich darauf konzentrieren, die Lücke zwischen dem, was „Hier und Jetzt“ für den Klienten ist, und seinem gewünschten Ergebnis „Dort und Dann“ zu überbrücken (Coach U Strategizing for Success Model). Jede Coaching-Methode hat ihren eigenen Schwerpunkt, den der Berater wählen kann, um seine Stärken auszuspielen – oder sich selbst zu fordern, um neue Fähigkeiten zu erlernen!

Wenn die Ziele eines Kunden klar visualisiert sind, bleibt immer noch die Frage des Handelns und gleichzeitig die Überwindung der Untätigkeit. Zu diesem Zweck können Berater Kunden durch Bereiche führen, die ihren Fortschritt blockieren, indem sie ihnen zum Beispiel helfen, wichtige Aufgaben anzugehen, die sie bisher nur schwer erledigen konnten. Fühlt sich ein Kunde zögerlich oder von negativen Emotionen gelähmt, kann es helfen, Optionen zu erkunden und zu identifizieren, von denen der Kunde bisher vielleicht nicht wusste, dass sie ihm zur Verfügung stehen. Schließlich können Berater einen systematischen Prozess mit Werkzeugen wie LifeCards und LifeMaps einrichten, die dem Kunden helfen können, seine spezifischen Prioritäten und Ziele festzulegen – und ihm etwas zu geben, das ihn motiviert.

Letztendlich ist der entscheidende Punkt, dass Berater einen „Coach-Ansatz“ als effektiven Weg in Betracht ziehen können, um die Lücke zwischen ihrem technischen Wissen und der Unterstützung eines Kunden bei der Anwendung dieses Wissens auf die relevanten Dinge, die für ihn am wichtigsten sind, zu schließen. Dieser Ansatz kann sowohl für die Aufnahme neuer Kunden als auch für die Unterstützung bestehender Kunden genutzt werden, um in Aktion zu treten. Darüber hinaus platzieren sich Berater mit dem Coach-Ansatz an der Schnittstelle zwischen dem Leben und dem Geld des Kunden, was dem Kunden letztlich hilft, seine Lebensziele zu verwirklichen und seine gewünschte Lebensqualität zu erreichen!