„Die Grundsteuerreform – Neuerungen und Handlungsbedarf“

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Datum/Zeit
Date(s) - 2. November 2021
10:00 - 11:00

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Ab 1. Juli 2022 werden alle Immobilieneigentümer in Deutschland durch öffentliche Bekanntgabe zur Abgabe von Erklärungen zur Berechnung der neuen Grundsteuerwerte aufgefordert werden. Es ist davon auszugehen, dass die Erklärungsfrist nur wenige Monate betragen wird. Für Eigentümer einer großen Anzahl von Immobilien beziehungsweise besonders komplexer Immobilien (etwa Fabrikgrundstücke) bedeutet das: Sie sollten sich jetzt unbedingt mit der Grundsteuerreform befassen.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Neuregelung der Grundsteuer, damit Sie Ihren individuellen Handlungsbedarf einschätzen können. Hierzu werden wir Ihnen die Anforderungen der Finanzverwaltung anhand der einschlägigen Formulare und Erlasse vorstellen und aus unserer Beratungspraxis berichten.

Hintergrund
Das Bundesverfassungsgericht hat mit Beschluss vom 10. April 2018 die bisherige Einheitsbewertung für Zwecke der Grundsteuer für verfassungswidrig erklärt. Ab 2025 darf die Grundsteuer deshalb nur noch nach einem novellierten Recht erhoben werden. Der Bundesgesetzgeber hat daraufhin einen neuen Hauptfeststellungszeitpunkt (1. Januar 2022) und ein neues Bewertungsverfahren („Bundesmodell“) verabschiedet. Darüber hinaus haben mehrere Bundesländer vom Bundesmodell abweichende Landesmodelle beschlossen. Das Ergebnis: Die Bewertung für Zwecke der Grundsteuer entspricht zukünftig einem „Flickenteppich“, was insbesondere Eigentümer von Immobilien in verschiedenen Bundesländern vor zusätzliche Herausforderungen stellt.

Handlungsbedarf
Die bereits laufenden Beratungsprojekte zur Grundsteuerreform zeigen, dass viele Immobilieneigentümer zwar einen guten Überblick über ihren Immobilienbestand haben, die bisherige Einheitsbewertung für Zwecke der Grundsteuer für die Steuerpflichtigen aber vielfach nur noch schwer nachvollziehbar ist. Grund hierfür sind die weit zurückliegenden letzten Hauptfeststellungszeitpunkte (1. Januar 1964 in den alten Bundesländern beziehungsweise 1. Januar 1935 in den neuen Bundesländern) sowie der Umstand, dass seitdem eingetretene Veränderungen im Immobilienportfolio oftmals nur unzureichend im Rahmen der Einheitsbewertung nachvollzogen worden sind. Es ist somit im ersten Schritt ratsam, einen Überblick über den Status Quo der Einheitsbewertung und den aktuellen Immobilienbestand zu gewinnen, um darauf aufbauend die erforderlichen Prozessschritte zu identifizieren, die eine fristgerechte Abgabe der Grundsteuerwerterklärungen sicherstellen.

Nutzen Sie die Veranstaltung, um sich über Themen von größter Praxisrelevanz zu informieren. Wir freuen uns auf Ihre Fragen und eine spannende Diskussion.

Die Teilnahme ist für Sie kostenfrei

 
 
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