Steuerprogression

Steuerprogression ist ein Prinzip der Besteuerung, bei dem der Steuersatz mit steigendem Einkommen oder Vermögen ansteigt. Das bedeutet, dass höhere Einkommen nicht nur absolut mehr Steuern zahlen, sondern auch einen höheren Prozentsatz ihres Einkommens als Steuer abführen müssen.

Arten der Steuerprogression

  1. Lineare Progression: Der Steuersatz steigt gleichmäßig mit dem Einkommen.
  2. Stufenprogression: Verschiedene Einkommensbereiche werden mit unterschiedlichen Steuersätzen besteuert. Sobald ein bestimmtes Einkommen eine höhere Stufe erreicht, wird nur das zusätzliche Einkommen mit dem höheren Satz besteuert.
  3. Konzentrationsprogression: Der Steuersatz steigt überproportional mit dem Einkommen, sodass Wohlhabende einen deutlich höheren Anteil ihres Einkommens versteuern müssen.

Beispiel

In Deutschland funktioniert die Einkommenssteuer nach dem Prinzip der Steuerprogression. Hier beginnt der Eingangssteuersatz bei einem niedrigen Prozentsatz und steigt stufenweise bis zu einem Höchstsatz (Spitzensteuersatz), der für sehr hohe Einkommen gilt.

Ziele der Steuerprogression

  1. Gerechtigkeit: Wohlhabendere Personen sollen prozentual mehr zum Steueraufkommen beitragen als weniger wohlhabende.
  2. Umverteilung: Einkommensungleichheiten sollen durch höhere Besteuerung von hohen Einkommen ausgeglichen werden.
  3. Staatseinnahmen: Durch die höhere Besteuerung von hohen Einkommen kann der Staat mehr Einnahmen generieren, um öffentliche Dienstleistungen zu finanzieren.

Steuerprogression ist ein wesentliches Element vieler Steuersysteme weltweit, da sie hilft, soziale Ungleichheiten zu mindern und gleichzeitig die notwendigen staatlichen Einnahmen zu sichern.