Eine Versorgungsstrategie umfasst alle finanziellen Maßnahmen, die darauf abzielen, eine langfristige Absicherung von Personen im Ruhestand, bei Berufsunfähigkeit oder im Erbfall zu gewährleisten. Sie ist insbesondere in der Nachfolgeplanung von großer Bedeutung, da sie sicherstellt, dass Vermögensübertragungen mit einer nachhaltigen Einkommensstrategie verbunden sind.
Wirtschaftlich betrachtet beinhaltet eine Versorgungsstrategie eine ganzheitliche Planung von Einkommensquellen, darunter Rentenleistungen, Entnahmen aus Vermögen, Versicherungsleistungen oder Beteiligungserträge. Besondere Bedeutung hat die Strategie im Kontext der Vermögensübertragung und Erbschaftsteuer, da eine unstrukturierte Nachfolgeplanung dazu führen kann, dass Erben unzureichend versorgt sind oder Vermögenswerte liquidieren müssen.
Finanz- und Nachfolgeplaner nutzen Versorgungsstrategien, um Mandanten eine geregelte finanzielle Zukunft zu sichern. Dabei werden verschiedene Instrumente eingesetzt, darunter lebenslange Rentenzahlungen aus einer Rentenversicherung, Nießbrauchsmodelle für Immobilien oder die gezielte Nutzung von Unternehmensbeteiligungen zur Einkommenssicherung.
Eine fehlerhafte Versorgungsstrategie kann dazu führen, dass der übertragende Unternehmer nicht ausreichend abgesichert ist oder dass Erben hohe Steuerverpflichtungen haben, ohne eine nachhaltige Einkommensquelle. Daher ist eine individuelle Planung essenziell.
Praxisbeispiel:
Ein Unternehmer überträgt sein Unternehmen auf seine Kinder, behält jedoch ein Nießbrauchsrecht an den Unternehmensgewinnen. Dadurch bleibt er finanziell abgesichert, während die Kinder das Unternehmen steueroptimiert übernehmen können.