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  • Henning Krischke
  • 15. Juli 2025

Wenn aus Liebe Verantwortung wird: Warum Trennung und Scheidung zur Pflichtberatung gehört

  • 4 Min. Lesezeit
  • Trennung & Scheidung
Schattenrisse, gerissene Seite, Ringe. Trennung und Scheidung.
Wenn aus Liebe Verantwortung wird: Warum Trennung und Scheidung zur Pflichtberatung gehört


Trennung und Scheidung sind Themen, die viele Menschen in Deutschland betreffen. Auch wenn die Zahl der Scheidungen rückläufig ist – im Jahr 2024 wurden rund 129.300 Ehen geschieden1 – bleibt ihre gesellschaftliche, finanzielle und rechtliche Relevanz ungebrochen.

Was viele übersehen: Eine Scheidung ist nicht nur ein emotionaler Einschnitt – sie bringt weitreichende Konsequenzen mit sich. Gerade für Finanz- und Nachfolgeplaner eröffnet sich hier ein bedeutendes Handlungsfeld, das strategisches Denken, rechtliches Gespür und empathische Kommunikation erfordert.

Mit diesem Beitrag beginnt eine neue wöchentliche Serie, die die finanziellen, steuerlichen, rechtlichen und strukturellen Aspekte von Trennung und Scheidung systematisch beleuchtet – stets mit Blick auf die praktische Arbeit von Beraterinnen und Beratern.

Rechtliche Rahmenbedingungen: Was das Gesetz vorgibt
Eine Ehe kann in Deutschland nach einem einjährigen Trennungsjahr geschieden werden, sofern die eheliche Lebensgemeinschaft als gescheitert gilt2. Nach drei Jahren Getrenntleben wird das Scheitern unwiderlegbar vermutet.

Die rechtliche Grundlage bildet das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Für das gerichtliche Scheidungsverfahren besteht Anwaltszwang, wobei mindestens ein Partner anwaltlich vertreten sein muss3.

Finanzielle Auswirkungen einer Scheidung
Die Trennung von Lebenswegen bedeutet fast immer auch eine Neuordnung der Finanzen – oft mit drastischen Folgen:

  • Zugewinnausgleich: In der Regel leben Ehepaare in einer Zugewinngemeinschaft. Alles, was während der Ehe erwirtschaftet wurde, wird gleichmäßig aufgeteilt4.
  • Unterhalt: Der Trennungsunterhalt ist fast immer relevant, nachehelicher Unterhalt nur in bestimmten Ausnahmefällen4.
  • Versorgungsausgleich: Rentenanwartschaften werden hälftig geteilt – auch die aus betrieblicher Altersvorsorge4.
  • Steuerklassen: Ab dem 1. Januar des Folgejahres gilt die Einzelveranlagung45.
  • Vermögen und Schulden: Immobilien, Kredite, Konten – alles muss bewertet und gegebenenfalls geteilt oder übertragen werden4.

Emotionale Belastung: Berater müssen mehr als Zahlen verstehen
Eine Scheidung kann nicht nur wirtschaftlich, sondern auch psychisch tief erschüttern. In dieser Übergangszeit sind Berater oft auch emotionale Stützen – oder zumindest gut vernetzte Schnittstellen zu professionellen Hilfsangeboten.

Beratungsstellen wie Pro Familia oder Caritas bieten Unterstützung bei der Bewältigung dieser Lebenskrise6. Auch Mediation kann helfen, Konflikte zu lösen und einvernehmliche Regelungen zu finden7.

Trennung und Nachfolgeplanung: Unterschätzte Wechselwirkung
Viele Mandanten planen ihre Nachfolge für den Todesfall – aber nicht für eine Trennung. Dabei hat eine Scheidung teils tiefgreifendere Auswirkungen auf Vermögensstrukturen:

ThemaRelevanz bei Trennung
EhevertragSchutz vor ungewolltem Zugewinnausgleich
UnternehmertestamentMuss neu gefasst werden
NachfolgekonzepteDurch Unterhalt und Zugewinn unter Druck
PatientenverfügungenHäufig noch auf den Ex-Partner ausgestellt
FamiliengesellschaftenBeteiligungsverhältnisse oft zu überdenken

Praktische Ratschläge zur Organisation
Ein strukturierter Ablauf hilft, emotionale und finanzielle Belastungen abzufedern:

  • Vor der Trennung: Unterlagen sichern, getrenntes Konto eröffnen.
  • Während des Trennungsjahres: Unterhalt klären, Krankenversicherung prüfen.
  • Nach der Scheidung: Namensänderung beantragen, Versicherungen und Verfügungen anpassen.

Besonderheiten internationaler Ehen
Bei internationalen Paaren oder Auslandselementen gilt oft die EU-Verordnung „Rom III“, die das anzuwendende Recht bestimmt8. Das kann erhebliche Auswirkungen auf Ablauf, Dauer und Rechtsfolgen der Scheidung haben – insbesondere bei Vermögen im Ausland.

Regionale Entwicklungen: Ein Blick nach Nordrhein-Westfalen
Während die bundesweite Zahl der Scheidungen rückläufig ist, zeigt sich in Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen ein gegenläufiger Trend: Hier sind die Scheidungszahlen 2024 erstmals seit Jahren wieder gestiegen9. Lokale ökonomische oder demografische Faktoren könnten diese Entwicklung begünstigen.

Wo der Berater den Unterschied macht
Finanz- und Nachfolgeplaner bringen nicht nur Ordnung ins Zahlenwerk. Sie helfen, strukturelle Risiken zu vermeiden, Liquidität zu sichern und eine tragfähige neue Perspektive zu entwickeln. Ob es um Immobilien, Unternehmensbeteiligungen, Unterhaltsmodelle oder steuerliche Gestaltung geht – der kompetente Berater macht den Unterschied.

Fazit: Trennung ist ein Thema für Profis
Trennung und Scheidung sind mehr als private Umbrüche – sie sind ein juristisch, steuerlich und wirtschaftlich relevanter Einschnitt. Wer hier frühzeitig begleitet, schützt Mandanten vor emotionalen Kurzschlüssen und finanziellen Fehlentscheidungen. In den kommenden Wochen werden wir dieses Thema deshalb kontinuierlich vertiefen – mit praxisnahen Fallbeispielen, rechtlichem Tiefgang und konkreten Handlungsempfehlungen für die Beraterpraxis.

Anhang: Checkliste für Berater – Trennung und Scheidung vorausschauend begleiten

ThemenfeldPraktischer SchrittRechtsquelle / Hinweis
GüterstandEhevertrag prüfenBGB § 1363 ff.
UnternehmensbeteiligungenBewertung & Liquiditätsbedarf prüfenIDW S1, Steuerberater hinzuziehen
UnterhaltAnspruch berechnenBGB § 1361, § 1570 ff.
SteuerSteuerklasse ändern, Einzelveranlagung planenEStG § 26
VersorgungsausgleichRentenansprüche erfassenVersAusglG
VollmachtenEx-Partner als Bevollmächtigte prüfenKeine gesetzl. Pflicht, aber empfohlen
TestamenteNeu aufsetzenBGB § 2077
NachfolgekonzepteFamiliäre Nachfolgelösungen überarbeitenPraxisregelung

Quellen:


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Footnotes

  1. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Eheschliessungen-Ehescheidungen-Lebenspartnerschaften/_inhalt.html ↩
  2. https://www.bmjv.de/DE/themen/gesellschaft_familie/ehe_nichteheliche_gemeinschaft/scheidung/scheidung_node.html ↩
  3. https://www.justiz.nrw/BS/lebenslagen/familie/scheidung_folgesachen ↩
  4. https://www.sparkasse.de/pk/ratgeber/familie/ehe-und-partnerschaft/scheidung.html ↩ ↩2 ↩3 ↩4 ↩5
  5. https://www.psd-hannover.de/news/blog/geld-und-leben/was-aendert-sich-finanziell-bei-einer-scheidung.html ↩
  6. https://www.profamilia.de/themen/sexualitaet-und-partnerschaft/trennung-und-scheidung ↩
  7. https://www.familienrechtsinfo.de/scheidung/mediation-bei-scheidung/ ↩
  8. https://www.auswaertiges-amt.de/de/internationales-scheidungsrecht/2007574 ↩
  9. https://www.it.nrw/nrw-zahl-der-scheidungen-erstmals-seit-2008-wieder-gestiegen-127428 ↩
FinanzplanungScheidungStrategieberatungTrennung und Scheidung

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