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  • Henning Krischke
  • 14. Dezember 2025

Inflationsrate im November 2025

  • 4 Min. Lesezeit
  • Allgemein
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Inflationsrate im November 2025

1. Einordnung der aktuellen Inflationsdaten

Die Inflationsrate in Deutschland verharrte im November 2025 bei +2,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit bestätigte sich das bereits im Oktober erreichte Niveau, nachdem im September noch +2,4 % gemessen worden waren. Auch das vorläufige Ergebnis wurde vollständig bestätigt. Auf Monatssicht sanken die Verbraucherpreise um 0,2 %, was auf eine saisonal bedingte Entlastung hindeutet.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der für europäische Vergleichs- und geldpolitische Zwecke maßgeblich ist, lag bei +2,6 % gegenüber dem Vorjahr und verzeichnete einen Rückgang von 0,5 % gegenüber dem Vormonat. Die Differenz zwischen VPI und HVPI unterstreicht, dass insbesondere dienstleistungsnahe und konsumnahe Preisbestandteile weiterhin überdurchschnittlich zulegen.

Aus makroökonomischer Sicht signalisiert diese Entwicklung eine Phase relativer Stabilisierung. Das Inflationsniveau liegt zwar deutlich unter den Hochständen der Jahre 2022 und 2023, bleibt jedoch über dem langjährigen Durchschnitt und nahe am Zielwert der Europäischen Zentralbank.

2. Treiber und Dämpfer: Struktur der aktuellen Inflation

Die Zusammensetzung der Inflation ist für die Altersvorsorge von zentraler Bedeutung. Während Energie- und Nahrungsmittelpreise im November erneut preisdämpfend wirkten, bleiben Dienstleistungen der dominante Preistreiber. Dazu zählen unter anderem:

  • Wohnungsnahe Dienstleistungen (Instandhaltung, Nebenkosten)
  • Gesundheits- und Pflegeleistungen
  • Personenbezogene Services wie Gastronomie, Versicherungsdienstleistungen und Mobilität

Diese Preisbestandteile weisen eine hohe Persistenz auf. Lohnsteigerungen, Fachkräftemangel und regulatorische Vorgaben führen dazu, dass Dienstleistungspreise selten rückläufig sind. Für private Haushalte – insbesondere für Rentnerinnen und Rentner – sind genau diese Ausgaben jedoch besonders relevant, da sie einen überdurchschnittlichen Anteil am Konsumbudget ausmachen.

Demgegenüber haben sich die Preise für Energie und Nahrungsmittel im Jahresvergleich moderat entwickelt. Basiseffekte, entspannte Lieferketten und eine gedämpfte Nachfrage haben hier stabilisierend gewirkt. Für die langfristige Vorsorgeplanung bedeutet dies jedoch keine Entwarnung, da diese Preisgruppen historisch deutlich volatiler sind.

3. Reale Kaufkraft im Ruhestand: schleichender Effekt

Eine Inflationsrate von +2,3 % wirkt auf den ersten Blick moderat. Für die Altersvorsorge entfaltet sie jedoch über Zeiträume von 20 bis 30 Jahren eine erhebliche Wirkung. Bei einer konstanten Teuerungsrate von 2,3 % halbiert sich die Kaufkraft nominaler Geldbeträge rechnerisch in rund 31 Jahren (72 / 2,3 ≈ 31).

Praxisbeispiel 1:
Eine heutige monatliche Altersrente von 2.000 Euro hätte bei unveränderter Inflation nach 20 Jahren nur noch eine reale Kaufkraft von rund 1.260 Euro.

Praxisbeispiel 2:
Kapitalvermögen von 300.000 Euro, das überwiegend liquid oder niedrig verzinst gehalten wird, verliert bei einer realen Negativverzinsung von –1,5 % pro Jahr über 15 Jahre rund 60.000 Euro an realem Wert.

Diese Effekte betreffen insbesondere klassische Vorsorgestrukturen, die stark auf nominale Garantien setzen. Lebens- und Rentenversicherungen mit niedrigen Rechnungszinsen geraten dadurch weiter unter Druck.

4. Konsequenzen für die private Altersvorsorge

Die aktuelle Inflationslage bestätigt einen strukturellen Trend: Altersvorsorge muss stärker inflationsrobust ausgerichtet werden. Drei Aspekte sind dabei hervorzuheben:

1. Dynamisierung statt nominaler Fixierung
Rentenansprüche und Entnahmepläne ohne Anpassungsmechanismus verlieren real kontinuierlich an Wert. Dynamische Rentenmodelle oder Entnahmestrategien mit Inflationsanpassung gewinnen an Bedeutung.

2. Breitere Sachwertorientierung
Aktien, Infrastrukturinvestments und ausgewählte Immobilien weisen langfristig eine höhere Inflationssensitivität auf als nominale Forderungen. Entscheidend ist dabei die Streuung über Regionen und Sektoren.

Praxisbeispiel 3:
Ein ausgewogenes Altersvorsorgeportfolio mit 50 % globalen Aktien, 30 % Anleihen und 20 % Sachwerten (z. B. Immobilienfonds) konnte in den vergangenen 20 Jahren eine reale Durchschnittsrendite von rund 3 % p. a. erzielen – trotz mehrerer Inflationsphasen.

3. Berücksichtigung dienstleistungsgetriebener Inflation
Da Dienstleistungen einen überproportionalen Anteil an den Ausgaben im Alter haben, sollten Vorsorgekonzepte diese Entwicklung explizit einpreisen. Pflegekosten- und Gesundheitsabsicherung sind integraler Bestandteil der Inflationsvorsorge.

Praxisbeispiel 4:
Eine ergänzende Pflegezusatzversicherung mit dynamischer Leistungsanpassung kann das Risiko stark steigender Pflegekosten im Ruhestand abfedern und verhindert, dass Vermögensreserven frühzeitig aufgezehrt werden.

5. Ausblick und strategische Einordnung

Die Stabilisierung der Inflationsrate im Bereich von rund 2,3 % signalisiert keine Rückkehr zu einem dauerhaft inflationsfreien Umfeld. Vielmehr spricht vieles für ein neues Gleichgewicht mit moderat erhöhter, aber strukturell verankerter Inflation. Dienstleistungspreise werden auch 2026 ein zentraler Treiber bleiben.

Für die Altersvorsorge bedeutet dies:

  • Nominale Sicherheit ohne reale Wertanpassung reicht nicht aus.
  • Inflationsrisiken müssen explizit modelliert und regelmäßig überprüft werden.
  • Vorsorgekonzepte benötigen Flexibilität, um auf Preis- und Zinsänderungen reagieren zu können.

Praxisbeispiel 5:
Regelmäßige Vorsorge-Reviews im Abstand von zwei bis drei Jahren, gekoppelt mit Inflationsszenarien (z. B. 2 %, 3 %, 4 %), ermöglichen eine frühzeitige Anpassung von Spar- und Entnahmeraten.

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