
Frankfurt – Niedergelassene Ärzte haben meist wenig Zeit und kaum Expertise für Finanzplanung – eine riskante Kombination. Dies wurde auf der Veranstaltung „StrategieKompass 2025 – ganzheitliche Beratung richtig umsetzen“ am 20. März 2025 deutlich, bei der Christopher Kramer vom Werte.management Family Office seinen spezialisierten Ansatz für diese Berufsgruppe vorstellte.
Ganzheitliche Beratung gefragt
In seinem Vortrag schilderte Kramer, wie er nach langjähriger Tätigkeit im Private Banking für Ärzte bei der Sparkasse und BW Bank auf die Idee kam, eine spezialisierte Honorarberatung zu gründen. Ausschlaggebend sei ein Arzt gewesen, der Unterstützung suchte und bereit war, diese auch angemessen zu honorieren: „Ich benötige jemanden wie Sie – nehmen Sie mir die Dinge ab, auf die ich keine Lust habe“, so Kramer rückblickend über das Gespräch, das 2016 zur Gründung seines Unternehmens führte.
Heute bietet Kramer mit seinem Team eine umfassende Finanzplanung an, die private Finanzplanung und Praxisplanung eng verzahnt. Kern seines Ansatzes ist die Erkenntnis, dass Ärzte zwar hohes Vermögensbildungspotenzial haben, dies aber oft ungenutzt bleibt. Gründe dafür seien fehlende Zeit, mangelndes Finanzwissen und nicht abgestimmte Steuerplanung.
Praxisbezug als Schlüssel zum Erfolg
„Die zentrale Frage ist: Habe ich jederzeit genügend Liquidität, um meinen Lebensplan verwirklichen zu können?“, so Kramer. Sein Ansatz basiert auf Workshops zur Zieldefinition und detaillierten Analysen der finanziellen Situation der Ärzte. Im Ergebnis entstehe ein klarer Handlungsplan, der regelmäßig überprüft wird.
Die Zielgruppe schätzt besonders den umfassenden Praxisbezug und die enge Verzahnung von privater und geschäftlicher Planung. „Die Mandanten wollen wissen: Wann bin ich schuldenfrei? Wann kann ich mir den vorzeitigen Ruhestand leisten? Welche Auswirkungen haben Risiken wie Krankheit oder Umsatzverluste auf meine private Planung?“, erklärte Kramer.
Kooperation statt Konkurrenz
Ein wesentlicher Mehrwert seines Ansatzes sei auch das kollegiale Miteinander mit Banken und Versicherungsmaklern. Da Kramer und sein Team ausschließlich auf Honorarbasis arbeiteten, gebe es keine Interessenkonflikte mit provisionsbasierten Partnern. „Mandanten dürfen gerne bei ihren bisherigen Beratern bleiben – das stört uns nicht“, betonte Kramer.
Die Veranstaltung verdeutlichte, dass spezialisierte Beratung, wie Kramer sie anbietet, dringend gebraucht wird. Steuerberater hätten oft nicht die nötige Nähe zur Lebensrealität der Ärzte, Banken wiederum seien häufig produktorientiert.
Zukunftsperspektiven der Finanzplanung
Christopher Kramer sieht großes Potenzial in der Erweiterung seines Beratungsansatzes und plant, sein Modell durch Partnerschaften weiter zu skalieren – stets unter Wahrung hoher Qualitätsstandards. Denn Wachstum dürfe nicht zulasten der Individualität und Qualität gehen, sonst verliere die Beratung schnell ihren Mehrwert.
„Unsere Mandanten sagen uns, dass wir ihnen finanzielle Sicherheit und Seelenfrieden verschaffen. Genau das ist unser Ziel und gleichzeitig unsere Motivation, den Ansatz weiter auszubauen“, resümierte Kramer abschließend.