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Stilllegungen von Mittelstandsunternehmen: Gründe und Vorsorgemaßnahmen

Im Jahr 2020 mussten insgesamt 9.700 mittelständische Unternehmen in Deutschland aufgrund von Insolvenzen ihre Geschäfte einstellen. Doch nicht nur Insolvenzen führen zur Stilllegung von Unternehmen. Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum Unternehmen gezwungen sind, ihre Tätigkeit einzustellen. Eine Infografik von Statista zeigt die wichtigsten Gründe für Stilllegungen von Mittelstandsunternehmen in Deutschland.

Zu den häufigsten Gründen für die Stilllegung von Unternehmen zählen laut der Infografik das Erreichen des Rentenalters der Inhaber, gefolgt von einem fehlenden Nachfolger oder einem fehlenden Interesse an der Nachfolge. Auch eine unzureichende Rentabilität und mangelnde Finanzierungsmöglichkeiten werden als häufige Gründe für die Stilllegung von Unternehmen genannt.

Infografik: Max Mustermann ohne Söhne | Statista

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass eine Stilllegung nicht zwangsläufig das Ende eines Unternehmens bedeuten muss. Es gibt Möglichkeiten, ein Unternehmen erfolgreich weiterzuführen, auch wenn eine Insolvenz droht oder eine Nachfolge nicht gesichert ist. Dazu gehören beispielsweise die frühzeitige Planung einer Nachfolge, die Suche nach geeigneten Investoren oder Finanzierungsmöglichkeiten sowie die Anpassung der Geschäftsstrategie an veränderte Marktbedingungen.

Eine rechtzeitige Vorsorge und Planung ist somit unverzichtbar, um ein Unternehmen vor der Stilllegung zu bewahren. Hierbei kann eine professionelle Unterstützung durch Berater, Steuerexperten oder Anwälte hilfreich sein, um rechtzeitig Maßnahmen zur Sicherung der Unternehmenszukunft einzuleiten.

Fazit:

  1. Insolvenz ist nicht der einzige Grund für die Stilllegung von Unternehmen.
  2. Zu den häufigsten Gründen zählen das Erreichen des Rentenalters der Inhaber, ein fehlender Nachfolger oder ein fehlendes Interesse an der Nachfolge, unzureichende Rentabilität und mangelnde Finanzierungsmöglichkeiten.
  3. Eine Stilllegung muss nicht das Ende des Unternehmens bedeuten, es gibt Möglichkeiten zur Fortführung.
  4. Frühzeitige Planung und Vorsorge sind unverzichtbar, um ein Unternehmen vor der Stilllegung zu bewahren.
  5. Berater, Steuerexperten und Anwälte können bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Sicherung der Unternehmenszukunft hilfreich sein.
h_krischke
Author: h_krischke

Seit Oktober 2018 bin ich bei der DZ PRIVATBANK S.A. tätig, berate vermögende Privat- und Firmenkunden sowie Stiftungen auf die strategische und systematische Planung zur Verwaltung und Steigerung des Vermögens einer Person oder eines Unternehmens. Im Oktober 2021 habe ich das Netzwerk IFFUN UG - Informationen für Finanz- und Nachfolgeplanung gegründet, mit dem Ziel fachliche Impulsvorträge zur Wissensvermittlung zu ermöglichen. Seit Juni 2023 bin ich im FPSB Deutschland e.V. als Schatzmeister tätig und gemeinsam mit den Vorstandskollegen bestrebt, dem Ansehen der privaten Finanzplanung vermehrt Aufmerksamkeit zu ermöglichen.

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