Streit um Pflichtteilsergänzungsansprüche bei „unentgeltlichem“ Zuwendungsnießbrauch

Streit um Pflichtteilsergänzungsansprüche bei „unentgeltlichem“ Zuwendungsnießbrauch

Das OLG Saarbrücken entschied, dass ein aufschiebend bedingter Nießbrauch keine unentgeltliche Schenkung darstellt, wenn der Erblasser dafür ein ausreichendes Äquivalent erhält. Trotz der Vertragsformulierung war keine Schenkung an den Erben beabsichtigt, wodurch keine Pflichtteilsergänzungsansprüche entstehen【3†source】.

Gültigkeit des Immobilienkaufvertrags trotz Schwarzgeldabrede: Ein ausführlicher Überblick

Gültigkeit des Immobilienkaufvertrags trotz Schwarzgeldabrede: Ein ausführlicher Überblick

Der BGH entschied, dass Immobilienkaufverträge trotz Schwarzgeldabreden gültig bleiben, sofern der Hauptzweck der Vertragserfüllung ist. Steuerhinterziehung allein führt nicht zur Nichtigkeit. Wichtig: sorgfältige Vertragsgestaltung, Ehrlichkeit, steuerrechtliche Beratung und Dokumentation, um rechtliche Probleme zu vermeiden und Transparenz zu gewährleisten.

Wenn der Erbe nicht mehr geschäftsfähig ist
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Wenn der Erbe nicht mehr geschäftsfähig ist

Das Urteil des Oberlandesgerichts Bremen betont die Bedeutung von Vorsorgevollmachten und die Möglichkeit der Stellvertretung im Erbscheinverfahren. Eine eigenhändig unterschriebene Vollmacht genügt, und Bevollmächtigte können die eidesstattliche Versicherung abgeben. Finanz- und Nachfolgeplaner sollten Klienten zu solchen Vorsorgemaßnahmen raten, um Flexibilität und Sicherheit zu gewährleisten.

Enterbung von Kindern: Wann ist es möglich und wie wirkt sich ein Testament aus?

Enterbung von Kindern: Wann ist es möglich und wie wirkt sich ein Testament aus?

In einem Fall vor dem Landgericht Lübeck wurde ein Kind wegen körperlicher Misshandlung enterbt. Das Gericht entschied, dass das handschriftliche Testament der Mutter gültig ist und das enterbte Kind keinen Anspruch auf den Pflichtteil hat. Enterbung bleibt ein komplexes Thema, das individuelle rechtliche Beratung erfordert.

Wichtige Urteile zur Nutzung von Eigentumswohnungen und Steuerbefreiungen

Wichtige Urteile zur Nutzung von Eigentumswohnungen und Steuerbefreiungen

In einem Urteil vom 14. November 2023 stellte der Bundesfinanzhof klar, dass die Überlassung einer Wohnung an die (Schwieger-)Mutter nicht als Nutzung zu eigenen Wohnzwecken gilt. Dies betrifft die Steuerbefreiung unter § 23 EStG, da die Wohnung von den Steuerpflichtigen selbst bewohnt werden muss.

Lektionen aus Alain Delons rechtlicher Situation
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Lektionen aus Alain Delons rechtlicher Situation

Alain Delons Betreuungsfall zeigt die Bedeutung einer frühzeitigen, umfassenden Vorsorgeplanung auf. Ein klar formuliertes Testament und rechtzeitige Regelungen für finanzielle und medizinische Betreuung können spätere Konflikte minimieren. Finanzplaner sollten familiäre Dynamiken und internationale Aspekte berücksichtigen, um umfassende Lösungen zu bieten.

Goldkette im Grab: Eine aktuelle Entscheidung über eine Testamentsvollstreckung
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Goldkette im Grab: Eine aktuelle Entscheidung über eine Testamentsvollstreckung

Das OLG Frankfurt entschied, dass ein Testamentsvollstrecker, der auf Wunsch der Erblasserin Eheringe und eine Goldkette ins Grab legte, nicht pflichtwidrig handelte. Die Entscheidung unterstreicht die Wichtigkeit klarer Testamentanweisungen und offener Kommunikation unter Erben zur Vermeidung von Konflikten und zur Respektierung des letzten Willens.

Ein Acker macht noch keinen Landwirt

Ein Acker macht noch keinen Landwirt

Ein Urteil des Bundesfinanzhofs klärt, dass das Erben von Ackerland nicht automatisch einen Landwirtschaftsbetrieb bedeutet. Entscheidend für die Erbschaftsteuer ist die tatsächliche Nutzung des Bodens. Dies präzisiert die Bewertungsgrundlagen für landwirtschaftliche Flächen und schützt Erben vor einer potenziell höheren Besteuerung ohne entsprechende landwirtschaftliche Tätigkeit.